Zähne können zu jedem Zeitpunkt im Leben verloren gehen oder Schaden nehmen, wobei dieses Problem mit fortschreitendem Alter häufiger auftritt. Um fehlende Zähne zu ersetzen und Zahnlücken zu schließen, oder um bei einem zahnlosen Kiefer eine komplette neue Zahnreihe zu erstellen (auch bekannt als Dritte Zähne), wird Zahnersatz verwendet. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, Materialien und Qualitätsstufen beim Zahnersatz. Unser Z1 Zahnarztzentrum in Unterföhring bei München hat sich auf alle Arten von Zahnersatz spezialisiert. Diese Seite bietet Ihnen einen Überblick über das Thema Zahnersatz und wir stehen Ihnen auch gerne beratend zur Seite.
Autor: Dr. Nicolas Naser Msc.
Letzte Aktualisierung: 31.07.2025
Ihr Spezialisten-Team für ästhetischen und qualitativ hochwertigen Zahnersatz.
Zahnersatz (ZE) bezeichnet den Ersatz von fehlenden Zähnen oder verloren gegangener Zahnsubstanz und umfasst Kronen, Brücken sowie Teil- und Vollprothesen. Oft wird auch der Begriff „Prothetik“ synonym verwendet, obwohl dieser Fachbegriff eigentlich die gesamte zahnmedizinische Disziplin beschreibt, die sich mit der Planung, Herstellung und Integration von Zahnersatz befasst.
In unserem Zahnarztzentrum bieten wir Ihnen folgende Leistungen im Bereich Zahnersatz an:
Im Laufe des Lebens können verschiedene Faktoren zu Schäden oder dem Verlust natürlicher Zähne führen. Häufige Ursachen sind Zahnkrankheiten wie Karies oder Parodontose sowie Entzündungen im Kieferbereich. Natürliche Abnutzung und eine zunehmende Brüchigkeit der Zahnsubstanz treten ebenfalls im Laufe der Zeit auf. Zudem können Unfälle zum Verlust einzelner Zähne, ganzer Zahnreihen oder sogar aller Zähne führen.
Die Auswirkungen eines Zahnverlustes können je nach Lage und Umfang erheblich sein. Häufig kommt es zu einer Beeinträchtigung oder einem Verlust der Kaufunktion, Problemen bei der Aussprache sowie einem Verlust der ästhetischen Erscheinung. Nicht behandelte Zahnlücken führen oft zur Rückbildung des Kieferknochens. Zudem neigen benachbarte Zähne dazu, in die Lücke zu kippen, und der Gegenzahn kann sich verlängern, da ihm der Gegenbiss fehlt. Diese Zustände können zu weiteren Komplikationen führen, darunter Verdauungsprobleme, Beschwerden im Kiefergelenk oder sogar einer craniomandibulären Dysfunktionen (CMD), die mit Kopfschmerzen verbunden sein kann. Diese Folgen können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und psychische Belastungen nach sich ziehen. Aus diesen Gründen ist es wichtig, den Zahnverlust zeitnah mit einem Zahnersatz zu behandeln.
Das Hauptziel des Zahnersatzes ist es daher, fehlende Zähne zu ersetzen und dadurch sowohl die Funktionalität als auch die Ästhetik zu erhalten oder wiederherzustellen, was letztlich auch die Lebensqualität verbessert.
Zahnersatz wird aus unterschiedlichen Materialien gefertigt, die stets sorgfältig und individuell ausgewählt werden sollten, da sie häufig lebenslang in direktem Kontakt mit dem Zahnfleisch oder der Knochenhaut stehen. Folgende Hauptgruppen lassen sich dabei unterscheiden:
Metalle
Für Zahnersatz verwendet man keine reinen Metalle, sondern Legierungen. Es wird zwischen Nicht-Edelmetall-Legierungen (NEM) und Edelmetall-Legierungen (zum Beispiel Gold) unterschieden. Allerdings hat die Verwendung von Metallen als Material für Zahnersatz einige Nachteile, darunter Korrosion, das Potenzial für allergische Reaktionen, elektrische Leitfähigkeit, Geschmacksveränderungen und eine sogenannte „Antennenwirkung“.
Kunststoffe
Kunststoffe finden häufig Verwendung in der Herstellung von Zahnprothesen, sowohl für die zahnfleischfarbene Basis als auch für die darauf befestigten Zähne selbst. Zusätzlich werden sie oft für Provisorien oder zur Verblendung von Metallstrukturen eingesetzt. Ähnlich wie bei Metallen ist auch bei Kunststoffen die Verträglichkeit wichtig. Ein weiterer Nachteil von Kunststoff ist seine Anfälligkeit für Beschädigungen oder Brüche.
Metall-Keramik
Zahnersatz aus Metall-Keramik verfügt über einen Kern aus Metall, der mit einer Schicht aus Keramik überzogen ist. Aufgrund der ästhetischen Nähe von Keramik zu natürlichen Zähnen werden Metall-Keramik-Lösungen vor allem im Bereich der Frontzähne bevorzugt. Allerdings können bei dieser Art von Zahnersatz manchmal kleine dunkle Ränder an den Zahnkanten sichtbar werden.
Vollkeramik
Zahnersatz aus Vollkeramik besteht vollständig aus Keramik, einem biokompatiblen Material, das den natürlichen Zahnhartsubstanzen sehr ähnlich ist. Dies umfasst Werkstoffe wie Aluminiumoxid, Magnesiumoxid, Siliziumdioxid und Zirkonoxid. Keramik bietet zahlreiche Vorteile und ist mittlerweile das bevorzugte Material für Zahnersatz, da es ausgezeichnete Verträglichkeit zeigt und weder Allergien noch negative Wechselwirkungen bekannt sind. Das Material entspricht in seiner Härte dem natürlichen Zahn und bietet durch seine transluzenten Eigenschaften eine hohe ästhetische Qualität, die natürlichen Zähnen sehr nahe kommt. Durch spezielle Techniken und Herstellungsverfahren wie Presskeramik, Schichtkeramik und individuelle Farbgebungen kann sogar Zahnersatz hergestellt werden, der optisch von natürlichen Zähnen nicht zu unterscheiden ist.
In der zahnärztlichen Prothetik wird zwischen zwei Haupttypen von Zahnersatz unterschieden: dem festsitzenden Zahnersatz und dem herausnehmbaren Zahnersatz.
Festsitzender Zahnersatz:
Herausnehmbarer Zahnersatz:
Obwohl Zahnimplantate oft im Kontext von Zahnersatz erwähnt werden, sind sie technisch gesehen keine Form des Zahnersatzes, sondern künstliche Zahnwurzeln. Sie fungieren als Verankerungspunkte für Zahnersatz wie Kronen, Brücken und Prothesen und dienen somit als Unterstützungselement. Trotzdem gelten sie häufig als die bevorzugte Lösung, um Zahnersatz sicher zu befestigen. Ein weiterer Vorteil von Zahnimplantaten ist, dass sie die vorhandene Zahnsubstanz schonen und einem Rückgang des Kieferknochens vorbeugen.
Zahnkronen
Eine Zahnkrone ersetzt den oberen, sichtbaren Teil eines Zahns und kann entweder auf einem präparierten natürlichen Zahn oder auf einem Zahnimplantat angebracht werden. Für Situationen, in denen nur ein Teil des Zahns beschädigt ist, werden Teilkronen, Inlays und Onlays verwendet.
Zahnbrücken
Zahnbrücken dienen dazu, Lücken im Gebiss zu schließen. Sie setzen sich aus mehreren Elementen zusammen und können auf natürlichen Zähnen, Implantaten oder einer Kombination aus beidem (= Verbundbrücke) befestigt werden. Sie sind besonders geeignet, wenn neben Lücken auch die angrenzenden Zähne beschädigt sind.
Adhäsivprothetik
Die moderne Adhäsivprothetik ermöglicht es, spezielle Brücken und Kronen besonders zahnschonend auf existierenden Zähnen zu befestigen, indem sie angeklebt werden. Diese als Adhäsiv-, Klebe- oder Marylandbrücken bekannten Konstruktionen erfordern wenig bis gar kein Abschleifen der benachbarten Zähne. Diese Methode wird daher bevorzugt bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt.
Veneers
Veneers sind hauchdünne Keramikschalen in Zahnfarbe, die primär aus ästhetischen Gründen verwendet werden. Sie werden mit einem speziellen Kleber auf die Zähne aufgetragen. Sie eignen sich besonders für verfärbte Zähne, Zahnlücken, Zahnfehlstellungen oder größere Zahndefekte wie abgebrochene Zähne. Veneers bieten eine ausgezeichnete Möglichkeit, auf einfache Weise ästhetisch ansprechende Ergebnisse zu erzielen und gehören zu den führenden Methoden in der ästhetischen Zahnbehandlung.
Festsitzende Implantatprothetik
In der modernen Zahnmedizin stellt die festsitzende Implantatprothetik bei einem zahnlosen Kiefer eine Spitzenlösung dar. Auf 6-8 Zahnimplantaten wird eine umfassende Zahnbrücke mit
14 Gliedern befestigt. Wenn sie gut ausgeführt wird, sind diese fest verankerten dritten Zähne sowohl in Funktion als auch in der Optik von natürlichen Zähnen nicht zu unterscheiden. Diese Methode eignet sich auch hervorragend für große Zahnlücken und bietet somit eine ausgezeichnete Alternative zu herausnehmbaren Prothesen, da sie eine komplette Rekonstruktion der Zahnreihe ermöglicht.
Vollprothesen
Vollprothesen, auch bekannt als Totalprothesen oder umgangssprachlich als „Gebiss“ oder „die Dritten“, dienen als herausnehmbarer Zahnersatz für komplett zahnlose Kiefer. Sie bestehen in der Regel aus einer zahnfleischfarbenen Kunststoffbasis, auf die Kunststoffzähne gesetzt werden, und werden mit Haftcreme im Kiefer fixiert. Vollprothesen sind eine zeit- und kosteneffiziente Lösung, bringen aber auch einige Nachteile mit sich. Ihr Hauptproblem liegt in der relativ instabilen Befestigung, wodurch die Prothese rutschen oder herausfallen kann, was beim Sprechen und beim Essen zu Problemen führen kann. Zudem kann das Tragen einer Vollprothese das Geschmacksempfinden beeinträchtigen und bei schlechter Passform Druckstellen, Entzündungen oder Schwellungen verursachen. Auch ästhetisch sind Vollprothesen nicht immer ideal, weshalb viele Patienten sie als erhebliche Einschränkung ihrer Lebensqualität empfinden.
Teilprothesen
Teilprothesen kommen zum Einsatz, wenn noch eigene Zähne vorhanden sind. Sie bestehen wie Vollprothesen aus Kunststoff und werden mithilfe von Metallklammern an den verbliebenen, gesunden Zähnen befestigt. Es gibt verschiedene Arten von Teilprothesen, darunter Klammerprothesen (Modellgussprothesen), Kronen-Geschiebeprothesen und Teleskopprothesen (Doppelkronenprothesen), jede mit ihren spezifischen Vor- und Nachteilen. Teilprothesen bieten den Vorteil, dass sie relativ einfach die Kaufunktion und das Sprechvermögen wiederherstellen sowie kosmetische Korrekturen ermöglichen, ohne die typischen Haft- und Sprachprobleme von Vollprothesen. Zu den Nachteilen zählen die mögliche Sichtbarkeit des Metalls, ein eventueller Metallgeschmack und ein geringerer Tragekomfort. Zudem können Druckstellen entstehen, wenn die Prothese nicht optimal angepasst ist, was sich jedoch durch eine präzise Fertigung vermeiden lässt.
Herausnehmbare Implantat-getragene Prothesen
Herausnehmbare Implantat-getragene Prothesen sind Voll- oder Teilprothesen, die mithilfe von Implantaten im Kiefer befestigt werden. Dank eines speziellen Klick-Mechanismus lassen sie sich sicher einrasten und ebenso leicht wieder herausnehmen. Zu den bekanntesten Varianten gehören Locatorprothesen, Kugelkopfanker, Stegversorgungen und Magnet-Attachments. Diese Art von Prothesen bietet einen zuverlässigen Halt beim Kauen und Sprechen, was die Lebensqualität deutlich verbessert.
Die Behandlung mit Zahnersatz erfolgt in mehreren Phasen:
Eine gründliche Pflege ist entscheidend, um die Langlebigkeit Ihres Zahnersatzes zu sichern. Für festsitzenden Zahnersatz ist eine regelmäßige und sorgfältige häusliche Zahnpflege zu empfehlen. Herausnehmbarer Zahnersatz sollte täglich mit einer speziellen Lösung gereinigt werden. Zusätzlich raten wir zu einer professionellen Zahnreinigung zweimal im Jahr. Beachten Sie auch, dass Rauchen die Lebensdauer Ihres Zahnersatzes negativ beeinträchtigen kann.
Hochwertiger, gut gefertigter Zahnersatz kann bei angemessener Pflege ein Leben lang Bestand haben.
Im Bereich des Zahnersatzes bestehen leider erhebliche Qualitätsunterschiede, auch im Raum München. Folgendes ist wichtig:
Die Kosten für Zahnersatz lassen sich nicht einheitlich festlegen, da sie von mehreren Faktoren beeinflusst werden. Dazu zählen die Art der verwendeten Materialien, die spezifische Form des Zahnersatzes, der Umfang der Behandlung, möglicher erhöhter Aufwand während der Behandlung sowie eventuelle zusätzliche Leistungen, die den Endpreis mitbestimmen.
Gesetzlich versicherte Patienten
Für Zahnersatz zahlen die gesetzlichen Krankenkassen einen Festzuschuss, der normalerweise 60-75% der standardmäßigen Versorgung abdeckt und in besonderen Härtefällen auf 100% steigen kann. Gesetzlich Versicherte, die Leistungen in Anspruch nehmen möchten, die über diesen Festzuschuss hinausgehen, müssen die zusätzlichen Kosten selbst tragen. Diese Eigenbeteiligung kann unter Umständen steuerlich abgesetzt werden.
Bevor Sie private Zusatzleistungen in Anspruch nehmen, ist der behandelnde Zahnarzt verpflichtet, Sie ausführlich über alle verfügbaren Zahnersatzoptionen sowie die damit verbundenen möglichen Kosten zu informieren. Anschließend erstellt der Zahnarzt einen individuellen Heil- und Kostenplan inkl. Laborkosten. Diesen Voranschlag reichen Sie bei Ihrer Krankenkasse ein, die normalerweise innerhalb von drei Wochen entscheidet, ob und inwieweit sie die Kosten übernimmt oder nicht.
Eine Option zur Deckung der Zuzahlungskosten bietet eine Zahnzusatzversicherung, die jedoch in der Regel bereits vor Beginn der Behandlung bestehen muss. Generell ist es ratsam, dass Patienten, die großen Wert auf qualitativ hochwertigen und ästhetisch ansprechenden Zahnersatz legen, rechtzeitig eine Zahnzusatzversicherung abschließen.
Privatpatienten
Seit 2012 bestimmt die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) die Abrechnung zahnärztlicher Leistungen für privatversicherte Patienten. Diese gilt auch in München und Unterföhring Die Höhe der Kostenerstattung durch die Versicherung hängt vom jeweiligen Versicherungstarif ab. Üblicherweise decken private Krankenversicherungen 70 bis 100 % der Kosten für Zahnersatz.
Generell besteht für Patienten innerhalb der ersten zwei Jahre ein gesetzlicher Gewährleistungsanspruch bei mangelhaftem Zahnersatz. Allerdings erweist sich dieser Anspruch in vielen Fällen als wenig nützlich. Erstens gilt die Gewährleistung nicht für Schäden, die durch alltägliche Nutzung entstehen (zum Beispiel, wenn der Zahnersatz bricht, weil Sie auf etwas Hartes beißen). Zweitens liegt die Beweislast für mögliche Materialfehler bei Ihnen, welche in der Praxis selten nachweisbar sind.
Eine freiwillige Garantie ist eine bessere Option, da sie ohne weitere Begründung greift. In unserem Z1 – Zentrum für Qualitätszahnmedizin legen wir großen Wert darauf, dass unsere Patienten uns vertrauen können. Deshalb bieten wir eine 5-Jahres-Garantie auf alle
Zahnersatzleistungen aus unserer Praxis. Die einzige Voraussetzung ist, dass Sie zweimal jährlich eine professionelle Zahnreinigung bei uns durchführen lassen. (eventuelle stärker hervorheben!)
Unsere Praxis in Unterföhring bei München hat sich auf alle Arten von Zahnersatz spezialisiert. Wir bieten Ihnen:
*Die Garantie gilt, sofern Sie mindestens zweimal jährlich eine professionelle Zahnreinigung bei uns durchführen lassen.